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Forschungspartnerschaften stärken für Innovation und nachhaltige Entwicklung

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Botschafterin des Wissenschaftsjahres

Science Network

04.02.2013

Zusammenarbeit mit Südafrika ausbauen

Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan mit Derek Hanekom, südafrikanischer Minister für Wissenschaft und Technologie
Annette Schavan und Derek Hanekom (c) DST

Bundesforschungsministerin Annette Schavan reist heute nach Südafrika. Dort wird sie mit Vertretern aus Wissenschaft, Forschung, Politik und Wirtschaft  zusammentreffen und über den weiteren Ausbau der Kooperation sprechen.

"Im Rahmen des Deutsch-Südafrikanischen Jahres der Wissenschaft 2012/2013 hat sich die traditionell gute Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern weiter entwickelt", sagte die Ministerin zu Beginn der Reise. "Ich freue mich sehr darauf, mit unseren zahlreichen Partnern vor Ort Bilanz zu ziehen und über neue gemeinsame Wege für die nächsten Jahre zu sprechen."

Johannesburg, Pretoria und Kapstadt sind die Stationen der fünftägigen Reise der Ministerin. Ein Schwerpunkt des Besuches ist die Intensivierung der Kooperation im Bereich Berufliche Bildung. Darüber hinaus soll die wissenschaftliche Zusammenarbeit der beiden Länder weiter gestärkt und so über das Wissenschaftsjahr hinaus nachhaltig gefördert werden, insbesondere in den Themenfeldern Astronomie, Bioökonomie, Geistes- und Sozialwissenschaften, Gesundheitswirtschaft, Klimawandel, Urbanisierung/Megastädte.

Zunächst ist ein bilaterales Gespräch mit Derek Hanekom, dem für Wissenschaft und Technologie zuständigen südafrikanischen Minister, vorgesehen. Des Weiteren besucht die Ministerin Bildungs- und Forschungsinstitutionen, etwa  die Cape Peninsula University of Technology, die führende südafrikanische Einrichtung im Bereich der Rohstoffforschung MINTEK sowie den Council for Scientific Research und das Maths Center, eine Nichtregierungsorganisation (NRO), die Aus- und Weiterbildungsprogramme für Lehrer und Schüler in den Bereichen Mathematik, Wissenschaft, Technologie und Entrepreneurship anbietet. Auch die im Bereich der Bekämpfung von HIV/AIDS tätige NRO „HOPE“ wird die Ministerin besuchen.

Einblicke in die Praxis der Berufsbildung vor Ort wird die deutsche Delegation bei einem Besuch des Builders Training Centre Soweto (BTC) erhalten. Um sich darüber hinaus mit Experten über die wachsenden Märkte und ihre Anforderungen auszutauschen, findet ein Treffen mit der Außenhandelskammer und Vertretern deutscher Unternehmen sowie mit Anbietern von Aus- und Weiterbildung in Südafrika statt. Auch wird die Ministerin verschiedene deutsche Unternehmen vor Ort besuchen: SAP,  Festo AG, AEROSUD sowie die zur Mercedes Benz-Gruppe gehörende Fertigungsanlage Atlantis Foundries. Aspekte der beruflichen Bildung werden bei diesen Terminen eine besondere Rolle spielen.

Am 7. Februar wird die Ministerin zusammen mit der Alexander von Humboldt-Stiftung erstmals die "Humboldt-Forschungspreise in Gedenken an Neville Alexander" vergeben. Damit werden drei herausragende afrikanische Forscherpersönlichkeiten ausgezeichnet, die in ihrem Fachgebiet – in enger Kooperation mit deutschen Wissenschaftlern –  wichtige forschungsbasierte Impulse zum Angehen der großen Herausforderungen von Schwellen- und Entwicklungsländern leisten. So hat der kenianische Preisträger Professor Joseph Owuor Lalah zum Beispiel durch seine Forschung im Bereich Umwelt einen erheblichen Beitrag zur Konservierung des kenianischen Wildbestandes geleistet, indem er herausfand, welche toxischen Auswirkungen bestimmte Umweltschadstoffe auf Löwen haben können.

Zusätzlich zu einem Preisgeld von 60.000 Euro werden die Preisträgerinnen und Preisträger eingeladen, in Deutschland in Zusammenarbeit mit Fachkolleginnen und –kollegen selbst gewählte Forschungsvorhaben durchzuführen. 

Die Forschungspreise sind Teil der "Neville Alexander-Gedächtnisinitiative", die von der Alexander von Humboldt-Stiftung aus Mitteln des BMBF gefördert wird. Sie ist dem im Sommer 2012 verstorbenen Humboldtianer Dr. Neville Alexander gewidmet, einem Weggefährten Nelson Mandelas, der sich weit über die Landesgrenzen hinweg für den Aufbau eigenständiger Kapazitäten in Bildung und Forschung eingesetzt hat. Im Rahmen dieser Initiative wurde auch eine Institutspartnerschaft zur Förderung des "African-German Network of Excellence in Science" (AGNES) ins Leben gerufen. Sie soll einerseits der besseren Vernetzung von Humboldtianern in Afrika dienen und andererseits den wissenschaftlichen Austausch von afrikanischen Spitzenforscherinnen und –forschern mit deutschen Kooperationspartnern fördern sowie wissenschaftlichen Nachwuchs an den Forschungsstandort Deutschland heranführen.