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Forschungspartnerschaften stärken für Innovation und nachhaltige Entwicklung

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Botschafterin des Wissenschaftsjahres

Science Network

25.02.2013

Wissenschaftskooperation SPACES

Teilnehmer des Workshops
Teilnehmer des Workshops

Auch im Bereich Geo- und Klimaforschung arbeiten deutsche und südafrikanische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eng zusammen. Die Auftaktveranstaltung des Programms "Forschungspartnerschaften für die Bewertung komplexer Prozesse im System Erde in der Region Südliches Afrika – SPACES" bildete einen weiteren Höhepunkt im Themenschwerpunkt Klimawandel. Ziel des Programms ist es, durch Kooperationsprojekte in der Region Südliches Afrika Empfehlungen an die Politik zu erarbeiten, um die nachhaltige Nutzung sowie den Erhalt der verschiedenen Ökosystemdienstleistungen der Region zu sichern. Bei dem Treffen an der Universität Kapstadt wurden die geplanten SPACES-Projekte vorgestellt und der Grundstein für die künftige Zusammenarbeit gelegt.

Eröffnet wurde das SPACES-Meeting am 30. November 2012 an der Universität Kapstadt vom Generaldirektor des südafrikanischen Ministeriums für Forschung und Technologie (DST), Prof. Dr. Thomas Auf der Heyde, und dem deutschen Generalkonsul Roland Herrmann. Im Anschluss verdeutlichte Andrea Heyn vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Perspektiven der deutsch-südafrikanischen "Global Change Forschung" im Rahmen des BMBF-Programms Forschung für Nachhaltigkeit (FONA), in welchem das SPACES-Programm durchgeführt wird. Globale wissenschaftliche Herausforderungen wie der Klimawandel, Veränderungen im Wasserkreislauf, intensive Bodennutzung, Habitatverlust und die Erhaltung der natürlichen Biodiversität haben eine besondere Relevanz für die Region Südliches Afrika.
Da die globalen Herausforderungen nur durch starke Forschungspartnerschaften zu lösen sind, zielt das SPACES-Programm auf die Etablierung von wissenschaftlichen Kooperationsprojekten zwischen Deutschland und der Region Südliches Afrika ab.

Das jetzige Zusammentreffen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Südafrika und dem Nachbarland Namibia diente der Vorstellung der geplanten SPACES-Projekte. So erläuterte unter anderem Dr. Werner Ekau vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) Bremen sein Projekt GENUS, das sich mit der Geochemie und Ökologie des Auftriebssystems vor Namibia befasst. Ein weiteres Projekt stellte Prof. Jörg Völkels von der TU München vor. Er erforscht die durch Erdoberflächenformen und Bodenentwicklung geschaffenen Geoarchive Südafrikas, um Erkenntnisse zum Klimawandel und der Landschaftsveränderung zu erlangen. Weitere Projekte wurden zu den Themenschwerpunkten "System Erde", "Ressourcen und Nachhaltigkeit" sowie "Globaler Wandel" präsentiert.

Der Austausch der Forscherinnen und Forscher trägt dazu bei, wissenschaftsbasierte Empfehlungen für das Erdsystem-Management an die Politik zu formulieren. Darüber hinaus werden die verschiedenen Ökosystemdienstleistungen der Region gesichert und deren nachhaltige Nutzung unterstützt.

Ein weiteres Ziel des SPACES-Meetings war es, den offiziellen Start des Forschungsprogramms, der für Mitte 2013 angesetzt ist, vorzubereiten. Hierzu werden Kooperationen zwischen Forscherinnen und Forschern deutscher Hochschulen und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen mit entsprechenden Partnereinrichtungen in Südafrika und Namibia angestrebt. Die Konferenz in Kapstadt hat hierfür grundlegende Impulse gegeben.