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Forschungspartnerschaften stärken für Innovation und nachhaltige Entwicklung

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Botschafterin des Wissenschaftsjahres

Science Network

02.04.2013

Wissenschaftsjahr widmet sich den Städten von morgen

Überblick über eine Stadt mit Wolkenkratzern

Der weltweite Trend zur Urbanisierung wächst. Kleine Städte werden zu Großstädten, Millionen von Menschen machen aus Großstädten Megastädte. Zwei von drei Menschen werden im Jahr 2030 Stadtbewohner sein. Doch wo liegen die Herausforderungen für eine funktionierende Stadt? Wie können effektive Infrastrukturen, Energie- und Wasserversorgung und eine gute Lebensqualität aufrechterhalten bzw. geschaffen werden? Diesen Fragen für die Stadt von morgen stellt sich das Wissenschaftsjahr im aktuellen Themenschwerpunkt Urbanisierung/Megastädte.

Meist sind es die Aussichten auf ein besseres Leben oder die Angebote urbaner Kultur, die die Menschen in die Städte ziehen. Doch auch mangelnde Ausbildungsmöglichkeiten in ländlichen Gebieten und steigende Arbeitslosigkeit drängen viele dazu, den ländlichen Raum zu verlassen. Die entstehenden Groß- und Megastädte haben vielfältige Situationen zu meistern. Einerseits sind sie Motoren von Wachstum und Wohlstand, andererseits sind sie von sozialen Klüften und Umweltproblemen geprägt.

Insbesondere Südafrika sieht sich mit diesen Herausforderungen der Urbanisierung konfrontiert. Eine südafrikanische Region intensiver Verstädterung ist die Global City Region Gauteng, mit den ihr zugehörigen Städten Johannesburg, Ekurhuleni und Tshwane, den sogenannten JET-Städten. In dieser Region leben circa zehn Millionen Menschen und damit rund 20 Prozent der Einwohner Südafrikas, etwa 34 Prozent des südafrikanischen Inlandsproduktes wird hier erwirtschaftet. Schätzungen zufolge wird die Region Gauteng bereits 2015 zu den 30 größten Stadtregionen der Welt zählen. Eine funktionierende Infrastruktur, sichere Versorgung mit Wasser und Energie und eine ordnungsgemäße Abfallwirtschaft sind hier von existenzieller Bedeutung. Ebenso wichtig jedoch sind Freiräume in der Stadt, die ein menschenwürdiges Zusammenleben ermöglichen und zu einer guten Lebensqualität beitragen.

Rund um den Globus beschäftigen sich Stadtplaner und Soziologen, aber auch Entsorgungs- und Energieexperten, mit den Aufgaben der Städte von morgen. Unter dem Dach des Deutsch-Südafrikanischen Jahres der Wissenschaft 2012/2013 fand zum Beispiel die Konferenz ACCTA 2013 „Advances in Cement and Concrete Technologies in Africa“ statt. Im Rahmen des Projektes forschten junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam an der Zukunft nachhaltiger Hochleistungsbetone. Andere Kooperationsinitiativen widmen sich dem Brückenbau oder der Einbindung erneuerbarer Energien im Städtebau. Ein weiteres Projekt, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), ist die deutsch-südafrikanische Kooperation EnerKey. Hauptziel ist der Aufbau eines effektiven Energie- und Klimaschutzkonzeptes zur Steigerung der Energieeffizienz und Verbesserung der Energieversorgung. Hierzu arbeiten verschiedene Forschungseinrichtungen, die Stadtverwaltungen der JET-Städte, private Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen Hand in Hand.

Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie auch in unserem Online-Kalender.

Unter dem Motto „Forschungspartnerschaften stärken für Innovation und nachhaltige Entwicklung“ stehen neben Klimawandel sechs weitere Themenfelder im Mittelpunkt des Deutsch-Südafrikanischen Jahres der Wissenschaft 2012/2013: Astronomie, Bioökonomie, Geistes- und Sozialwissenschaften, Human Capital Development, Innovation in der Gesundheitswirtschaft und Urbanisierung/Megastädte.