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Botschafterin des Wissenschaftsjahres

Science Network

07.12.2012

Neville Alexander-Gedächtnisinitiative

Dr. Neville Edward Alexander während einer Rede
Der ehemalige südafrikanische Revolutionär Dr. Neville Edward Alexander ((c) Herman Agenbag)

Anlässlich des Deutsch-Südafrikanischen Jahres der Wissenschaft hat die Alexander von Humboldt-Stiftung die aus Mitteln des BMBF geförderte "Neville Alexander-Gedächtnisinitiative" ins Leben gerufen. Die Auswahl der Preisträger wurde kürzlich abgeschlossen: Drei von sechs Preisen gehen an Südafrikaner.

Die Sonderinitiative ist dem Humboldtianer Professor Neville Alexander gewidmet, einem Weggefährten Nelson Mandelas. Im April 2012 eröffnete Professor Alexander die ebenfalls vom BMBF unterstützte gemeinsame Alumni-Konferenz von Alexander von Humboldt-Stiftung und DAAD zum Auftakt des Deutsch-Südafrikanischen Wissenschaftsjahres in Kapstadt. Unmittelbar im Anschluss daran verbrachte er auf Einladung der Humboldt-Stiftung seinen letzten Forschungsaufenthalt in Deutschland, den er aufgrund einer schweren Erkrankung abbrechen musste. Professor Alexander starb im August 2012 im Alter von 76 Jahren. So wie sich diese Forscherpersönlichkeit weit über die Landesgrenzen hinaus engagiert hat, ist auch die ihm gewidmete Gedächtnisinitiative an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Südafrika wie auch in anderen afrikanischen Ländern gerichtet.

Die Neville Alexander-Gedächtnisinitiative ruht auf drei Säulen:

  1. Die Finanzierung einer "Institutspartnerschaft zur Förderung des African-German Network of Excellence in Science (AGNES)". Es unterstützt Forscher darin, Kontakte untereinander und mit deutschen Kooperationspartnern zu knüpfen und sich fachlich auszutauschen. Daneben möchte AGNES besonders vielversprechende afrikanische Nachwuchskräfte für den Forschungsstandort Deutschland gewinnen. Die Institutspartnerschaft soll folgende Ziele unterstützen:
    • Schaffung einer überregionalen Struktur zur Stärkung wissenschaftlicher Exzellenz in Afrika,
    • Förderung der regionalen Vernetzung und des fachlichen Austausch von wissenschaftlichen Spitzenkräften Afrikas mit deren deutschen Kooperationspartnern und
    • Heranführung von wissenschaftlichen Nachwuchskräften an den Forschungsstandort Deutschland.
    Dem letztgenannten Ziel dient unter anderem der "African-German Network of Excellence in Science Grant for Junior Researchers": 15 afrikanische Postdoktoranden werden ausgewählt und können neben einer finanziellen Auszeichnung künftig auf den Rat erfahrener Mentoren aus der Wissenschaft zählen.

  2. Mit dem „Humboldt-Alumni-Preis zur Förderung des African-German Network of Excellence in Science“ wurden drei innovative Netzwerkideen von Humboldtianern aus Subsahara-Afrika mit jeweils 25.000 EUR ausgezeichnet:
    • Herr Prof. Dr. Samuel G.K. ADIKU, Ghana, "Towards the Establishment of an Effective Humboldt Network in Ghana"
    • Herr Prof. Dr. Hamadi I. BOGA, Kenia, "A Network for Capacity Building in Molecular Biology and Bioinformatics in Eastern Africa";
    • Frau Dr. Heather G. MARCO, Südafrika, "Tri-Nations Network to Promote Modern Approaches to the Study of Biological Diversity: South Africa-Namibia-Germany"

  3. Eine Wissenschaftlerin und zwei Wissenschaftler erhalten den "Humboldt-Forschungspreis in Gedenken an Neville Alexander": die südafrikanische Psychiaterin Soraya Seedat, der südafrikanische Elementarteilchenphysiker Cesareo Augusto Dominguez und der kenianische Umwelttoxikologe Joseph Owuor Lalah. Sie alle haben mit ihrer wissenschaftlichen Leistung das eigene Fachgebiet nachhaltig geprägt und sollen auch künftig wichtige forschungsbasierte Impulse zur Lösung der großen Herausforderungen in Schwellen- und Entwicklungsländern geben. Der Humboldt-Forschungspreis ist mit 60.000 Euro dotiert. Die Preisträger sind eingeladen, in Deutschland zu forschen und hier mit Fachkollegen zu kooperieren.