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22.02.2013

MOBIMED – IT-basierte Technologien für die Gesundheitsversorgung

Gruppenbild
Workshop in November in Stellenbosch. (c): B. Regierer, Fraunhofer IBMT

Zentrale Ziele des Forschungsprojektes MOBIMED sind der wissenschaftliche Austausch und die bilaterale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der IT-basierten Gesundheitsforschung. Der Innovations-Workshop knüpft an eine Veranstaltung des letzten Jahres an. Interesse erweckte hier etwa ein vom Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBMT) entwickelter Truck. Dieses mobile diagnostische Labor unterstützt die Medizinerinnen und Mediziner im Kampf gegen Tuberkulose und HIV auch in entlegenen Regionen Südafrikas. Ziel des jetzigen Treffens ist es, mögliche diagnostische und medizintechnische Lösungen zu entwickeln, die speziell auf die Bedürfnisse Südafrikas und die der angrenzenden Länder ausgerichtet sind.

Das Forschungsprojekt MOBIMED erarbeitet die Chancen der deutsch-südafrikanischen Zusammenarbeit für IT-basierte Technologien im Gesundheitswesen im ländlichen Raum und für mobile Gesundheitseinrichtungen. Bereits im November des letzten Jahres fand hierzu im südafrikanischen Stellenbosch ein erster Workshop statt, dieser galt als Auftakt zu einem neuen internationalen Dialog und hat großes Interesse bei den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Unternehmerinnen und Unternehmern beider Länder geweckt.

Besonderes Highlight des Workshops im November 2012 war die Besichtigung eines vom Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBMT) entwickelten Trucks, der als mobiles diagnostisches Labor beispielsweise für die Diagnose von Tuberkulose und HIV zum Einsatz kommen kann. Dabei ermöglicht der Truck die Kombination einer patientennahen Betreuung mit der Verlässlichkeit eines hochspezialisierten Labors. Gegenwärtig wird er am Krankenhaus von Caledon in der Westkap-Region Südafrikas genutzt.

Die Entwicklung des Trucks an sich und dessen Einbindung in die lokale Gesundheitsversorgung dienten als Ausgangspunkt, um sich mit weiteren Verbesserungen der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum Südafrikas auseinanderzusetzen.

An diese positiven Ergebnisse des ersten Zusammentreffens hat nun ein weiterer Workshop im Rahmen des Deutsch-Südafrikanischen Jahres der Wissenschaft 2012/2013 angeknüpft, der ebenfalls vom Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBMT) und der Universität Stellenbosch organisiert wurde. Vom 25.–28. Februar besuchten südafrikanische Expertinnen und Experten Berlin und nahmen die Gelegenheit war, die beim ersten Workshop entwickelten Ideen weiter zu vertiefen und zu konkretisieren.

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin war Gastgeber des zweiten MOBIMED-Workshops und lud zu Vorträgen und Diskussionen in den Bereichen (mobile) Diagnostik, elektronische Gesundheitsdatensysteme und öffentliches Gesundheitswesen ein. Darüber hinaus ermöglichten Besuche der südafrikanischen Delegation bei verschiedenen Einrichtungen in Berlin und Potsdam einen Einblick in die Forschungslandschaft der Region. Die beiden Kooperationsworkshops haben damit einen entscheidenden Beitrag für die weitere langfristige wissenschaftliche und wirtschaftliche Zusammenarbeit der Länder und Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der IT-basierten Technologien für die Gesundheitsversorgung geleistet.