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20.03.2013

Human Rights Day – Gedenken an die Opfer der Apartheid

Statue von Nelson Mandela
Nelson Mandela wählte Sharpeville als Ort für die Unterzeichnung der neuen demokratischen Verfassung Südafrikas. (c) K. Wieland Müller (Pixelio)

Am 21. März begeht Südafrika den Human Rights Day. Dabei wird der Opfer des Sharpeville-Massakers von 1960 gedacht, bei dem 69 Demonstranten von Polizisten des Apartheidregimes erschossen wurden.

Weltweit gilt der 10. Dezember als Tag der Menschenrechte, Südafrika begeht ihn am 21. März – und das mit gutem Grund: Vor 53 Jahren versammelten sich an diesem Tag mehrere tausend Demonstranten vor der Polizeistation in Sharpeville, in der heutigen Provinz Gauteng in Südafrika, um gegen die "pass laws" des Apartheidregimes zu demonstrieren. Diese Gesetze sahen eine Trennung von Wohn- und Geschäftsbezirken von weißen, schwarzen und indischen Bürgern vor, wodurch mehrere Millionen Menschen zwangsumgesiedelt wurden, da sie in den Gebieten lebten, die für Weiße bestimmt waren. Doch ihre Arbeitskraft war für die Wirtschaft Südafrikas wichtig. Daher wurden Gesetze erlassen, die das Aufenthaltsrecht der schwarzen Bevölkerung regelten und ihre Anzahl in den Städten auf ein Minimum reduzieren sollten. Wer seinen Pass nicht bei sich trug, musste mit Strafen rechnen. Um gegen diese Gesetze zu protestieren, erschienen zahlreiche Menschen am Tag der Demonstration ohne ihre Ausweise und forderten ihre eigene Verhaftung.

Der gewaltfreie Protest endete, als die Polizei begann, auf die Demonstranten zu schießen und dabei 69 Menschen tötete und circa 180 Menschen verletzte. Dieses Massaker hatte die zunehmende Isolierung Südafrikas auf internationaler Ebene zur Folge. Im Land selbst kam es zum Verbot des African National Congress (ANC) und des daraus hervorgehenden Pan Africanist Congress (PAC), beides Organisationen der südafrikanischen Schwarzen. Sie wurden gezwungen, ihre Arbeit im Untergrund fortzusetzen und ihre Strategie des passiven Protests zu Gunsten eines bewaffneten Widerstands gegen das Apartheidregime aufzugeben.

1966 ernannten die Vereinten Nationen im Gedenken an das Massaker den 21. März zum "Internationalen Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung". 30 Jahre später, 1996, wählte Nelson Mandela Sharpeville als Ort für die Unterzeichnung der neuen demokratischen Verfassung Südafrikas.