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12.03.2013

Erste Südafrikanisch-deutsche Sommerschule der vergleichenden Psychologie

Gruppenfoto
Award- Gewinner: (v.l.) Joshua G. Davimes, Ayanda Ngwenya, Brendon Billings, Jean-Leigh Krüger, Leigh-Anne Dell, Tanya Calvey. (c) Dr. Sebastian Ocklenburg (Ruhr-Universität Bochum)

Die erste gemeinsame südafrikanisch-deutsche Sommerschule der vergleichenden Psychologie ging im vergangenen Februar erfolgreich zu Ende. Vom 18. bis zum 22. Februar 2013 trafen sich südafrikanische Forscher und Studenten mit Wissenschaftlern der Ruhr-Universität Bochum in Johannesburg. Gemeinsam tauschten sie sich über aktuelle Forschungsfragen aus und intensivierten die Kooperation der beiden Partnerländer.

Die als professionelle Fortbildung für junge Wissenschaftler im Fachgebiet der modernen vergleichenden Psychologie ausgelegte Sommerschule in Südafrika war ein voller Erfolg. Vergleichende oder komparative Psychologie, eine neue Fachrichtung innerhalb der Geisteswissenschaften, setzt sich mit den evolutionären Hintergründen der menschlichen Kognition auseinander. Zur Förderung dieser Disziplin, wurde unter der Leitung von Dr. Sebastian Ocklenburg und Felix Ströckens von der Arbeitseinheit Biopsychologie der Ruhr-Universität Bochum sowie Dr. Nina Patzke von der Universität Witwatersrand die Sommerschule ins Leben gerufen.

Eine Woche lang hatten deutsche sowie südafrikanische Studierende und Wissenschaftler die Möglichkeit, sich intensiv über ihr Forschungsgebiet auszutauschen und aktuelle Probleme zu erörtern.
Praktische Forschungsarbeit, sowie wissenschaftliche Vorträge und Podiumsdiskussionen ermöglichten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern tiefere Einblicke in aktuelle Forschungsfelder. Die Themen der von internationalen Forschern gehaltenen Vorträge waren dabei weit gefächert: Vom Balzverhalten des Damara Graumulls (Nagetier) über die neuesten Erkenntnisse zur Hippocampus-Forschung bei Elefanten bis hin zur Neuroanatomie von Walen thematisierten die Vorträge die spannende Bandbreite der vergleichenden Psychologie.

Am Ende der Vortragsreihe waren sich die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einig: Weitere Forschungen zu bislang weniger studierten Arten sind notwendig, um tiefere Einblicke in Evolution und Entwicklung spezifischer Verhaltensweisen zu erhalten. Basierend auf dem in den Vorträgen vermitteltem Wissen, entwickelten die Studierenden selbstständig hypothetische Verhaltensexperimente zu bisher wenig erforschten Arten wie Giraffen, Elefanten und Erdmännchen. Das beste Forschungsdesign "Limb preferences in the common giraffe" wurde abschließend mit einem Buchpreis ausgezeichnet.

Besonderes Augenmerk wurde auf die Einbindung junger Wissenschaftlerinnen gelegt. In einer speziellen Vortragsreihe mit dem Titel „Women in Science“ berichteten Dr. Martina Manns und Dr. Jutta Peterburs, zwei erfolgreiche Forscherinnen aus Deutschland, über ihren Werdegang sowie Chancen und Karrieremöglichkeiten für Frauen in der Wissenschaft.

Stimmen der Akteure und Teilnehmer

  • "Die Studierenden waren hoch motiviert, mehr über verhaltensorientierte Aspekte der vergleichenden Psychologie zu erfahren, und übertrugen dieses Wissen in ihre eigenen, spannenden Projekte." (Dr. Martina Manns, Ruhr-Universität Bochum)
  • "Die Veranstaltung war exzellent organisiert. Es gab eine atemberaubend freundliche Atmosphäre, in der ein offener akademischer Austausch stattfinden konnte." (Prof. Onur Güntürkün, Ruhr-Universität Bochum)
  • "Ich mochte die Idee (der Sommerschule) – es war wirklich gut, dass die Studierenden ihr eigenes hypothetisches Forschungsdesign entwickeln konnten." (Prof. Lauriston Kellaway, Universität Kapstadt)
  • "Ich fand die Schule besonders für die Darstellung der unterschiedlichen Themenbereiche der Neurowissenschaften sehr interessant. Insbesondere hat mir die Möglichkeit gefallen, ein eigenes Experiment zur vergleichenden Psychologie zu entwickeln und die Ideen meiner Kollegen zu sehen." (Josh Davimes, studentischer Teilnehmer)
  • "Die Vorlesungen waren sehr interessant und ich habe eine Menge gelernt. Und ich habe einige sehr gute Ratschläge bekommen von Wissenschaftlern, die ich sehr respektiere." (Tanya Calvey, studentische Teilnehmerin)
  • "Die Schule hat mir sehr viel Spaß gemacht. Für mich persönlich war es sehr nützlich, mehr über Präsentationen und die Planung für zukünftige Studien zu lernen. Ebenfalls habe ich die Gespräche sehr interessant gefunden. Diese können mir für meine eigene Zukunft sehr nützlich sein." (Illke Philander, studentische Teilnehmerin)
  • "Mir hat die erste südafrikanisch-deutsche Sommerschule zur vergleichenden Psychologie sehr viel Spaß gemacht. Die Vorlesungen waren interessant und informativ – das ganze Programm war gut strukturiert. Am besten gefallen haben mir die Beratungen zur Karriereplanung, hier konnte man sich mit den Forscherinnen und Forschern in einem eher entspannten Rahmen unterhalten. Ich freue mich schon auf die nächste Sommerschule." (Leigh-Anne Dell, studentische Teilnehmerin)
  • "Die Schule war spannend und aufschlussreich. Uns wurden neue Forschungsbereiche aufgezeigt und Ideen und Forschungswerkzeuge präsentiert, von denen einige von uns bislang nur gelesen hatten. Besonders gefallen haben mir die Kurse zur Karriereplanung." (Samson Chengetanai, studentischer Teilnehmer)